06.11.2021, René Rausch

Autoren

Die Autoren der Arten und Taxa werden nun nachgetragen, da sie zur Vollständigkeit eines systematischen Namens dringend dazugehören. Diese Arbeit wird voraussichtlich bis Mitte 2022 dauern. Ich bitte die Nachlässigkeit zu entschuldigen.

23.11.2020, René Rausch

Zeigerwerte für Tiere

Ich starte den Versuch, auch Tiere über ökologische Werte zu klassifizieren. Die Grundlage dieser Klassifizierung ist an die Ellenberg-Werte angelehnt, aber im Detail an die Merkmale von Tieren adaptiert. Das Konzept beruht auf der Beschreibung klimatischer Umweltfaktoren (L=Lebensraumtyp, T=Temperatur, K=Kontinentalität,W= Wasser), sowie den intra- (R=Reproduktionsstrategie, S=Sozialverhalten) und interspezifischen Wechselwirkungen (N=Nahrungsspektrum) als Ordinalzahlen, teilweise unter Zuhilfenahme von Zusatzkürzeln (z. B. der R-Wert: u=uniparental, b=biparental, a=alloparental, m=parasitoid).

26.10.2020, René Rausch

Ökologie-Seite

Da der Umfang und der Fokus der Seite mehr und mehr auf der Ökologie, und nicht mehr ausschließlich auf der Botanik liegt, wird die Seite nach und nach umgestaltet. Dabei werden die bestehenden Rubriken aufgelöst und die Inhalte konsistenter geordnet.

22.03.2020, René Rausch

Synökologie und Nahrungsnetz

Nach und nach werden auch Tiere und andere Organismen in das Spektrum des Webs mit aufgenommen, zunächst solche, die direkt mit den Pflanzen in Wechselwirkung (Prädatoren, Bestäuber, Samenverbreiter etc.) stehen (Primärkonsumenten). Danach werden dann auch Vertreter höherer trophischer Ebenen aufgenommen, um dadurch komplexe Nahrungsnetze darstellen zu können.

Taxa

Systematik und Taxonomie: Fabaceae
Hülsenfrüchtler


Domäne Eukaryota Organismen mit echtem Zellkern
Diaphoretickes Eukarya mit Chloroplasten
Archaeoplastida Eukarya mit primär erworbenen Plastiden.
Chloroplastida Eukarya mit Chloroplasten (Cl A, Cl B)
Charophyta Grünalgen II
Streptophyta Armleuchteralgen und Pflanzen
Reich Embryophyta Pflanzen
Abteilung Tracheophyta Gefäßpflanzen
Euphyllophyta Pflanzen mit echten Blättern
Unterabteilung Spermatophytina Samenpflanzen
Klasse Magnoliopsida Bedecktsamer
Unterklasse Eudicotyledonidae Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige
Superrosiden Superrosiden
Rosiden Rosiden
Fabiden Eurosiden I
Ordnung Fabales Schmetterlingsblütlerartige
Familie Fabaceae Hülsenfrüchtler

Generative Merkmale:

Hülsenfrucht
↓K(5)C5A1-∞/(9)+1G1
  Frucht- bzw.
Samenform
Blütenformel    

Assoziationen:
# wissenschaftl. Name deutscher Name Wirkung auf Fabaceae:

1 Orobanche lutea Gelbe Sommerwurz Parasitismus
2 Bombus terrestris Dunkle Erdhummel Bestäubung (durch Imago)
3 Bombus pratorum Wiesenhummel Bestäubung (durch Imago)
4 Cricetus cricetus Feldhamster Prädation (Samen/Früchte)

Bitte beachten: Die Funktion zur Anzeige der ökologischen Assoziationen befindet sich derzeit im Aufbau. Deshalb sind diese entweder noch unvollständig, oder nicht in der beabsichtigten Präzision dargestellt: So kann es beispielsweise sein, dass anstelle einer Liste mit diskreten Arten nur Taxa angegeben sind, die in einem zweiten Schritt genauer spezifiziert werden müssen. Da diese Arbeit Zeit benötigt, wird um Verständnis für diesen Umstand gebeten.

Beschreibung: Allen Vertretern dieser heterogenen Familie ist gemein, dass sie ihren Stickstoffbedarf über symbiotisch in den Wurzeln (Knöllchen) lebende Bakterien (Rhizobien) durch Fixierung aus Luftstickstoff decken können. Dadurch können sie auch auf nährstoffarmen Standorten gedeihen, und sind in der Lage diese Standorte mit Nährstoffen anzureichern. Es sind Kräuter, Sträucher oder Bäume, wobei sich viele Kultur- und Gemüsepflanzen in der Familie finden. Ihre Samen enthalten viel Protein (Legumin), weswegen sie in Teilen der Welt die wichtigste Nahrungsquelle der menschlichen Ernährung darstellen.

Die Familie wird in drei Unterfamilien unterteilt:

Die Schmetterlingsblütler (Faboideae) sind mit vielen Arten einheimisch, haben zygomorphe Blüten, oft gefiederte oder dreifach gefingerte Blätter.

Die Mimosengewächse (Mimosoideae) sind auf die Tropen und Subtropen beschränkt; sie kommen autochthon in Mitteleuropa nicht vor, und werden daher auch nicht eingehender besprochen. Der dank der Nastien ihrer Blätter bekannteste Vertreter dieser Unterfamilie dürfte Mimosa pudica (Echte Mimose) sein.

Die Johannisbrotgewächse (Caesalpinioideae) kommt mit einer Art gebaut in Österreich vor (Johannisbrotbaum). Dieser ist in Vorderasien und im Mittelmeergebiet heimisch, wird jedoch bei uns auch angepflanzt.

Generative Merkmale: Die Blüten unterschieden sich in Abhängigkeit von der Unterfamilie etwas voneinander:

Unterfamilie Faboideae: Die Blüten sind zygomorph und bestehen aus fünf miteinander verwachsenen Kelchblättern. Die fünf Kronblätter sind frei, wobei das obere als "Fahne", die beiden seitlichen als "Flügel" und die unteren beiden - oft miteinander verklebten, selten auch verwachsenen - als "Schiffchen" bezeichnet werden.

Unterfamilie Mimosoideae: Die Blüten sind radiärsymmetrisch, sie haben wie die Faboideae fünf verwachsene Kelchblätter und fünf freistrehende Kronblätter und ein oberständiges Fruchtblatt, aber drei bis sehr viele Staubblätter.

Unterfamilie Caesalpinioideae: Die Blüten sind in der Regel radiärsymmetrisch, seltener zygomorph. Auch hier besteht der Kelch aus fünf miteinander verwachsenen Kelchblättern, die Krone aus fünf freien Kronblättern. Die Anzahl der Staubblätter ist stark variabel, sie reicht von einem einzigen bis zu über hundert. Das Gynoeceum besteht aus einem einzelnen, oberständigen Fruchtblatt.

Bei allen drei Unterfamilien besteht das oberständige Gynoeceum aus einem einzigen Fruchtblatt, aus dem eine Hülse gebildet wird.

Abb 1.: Fruchtstände von verschiedenen Fabaceae.

Die Hülse hat keine Scheidewand und eine echte und eine falsche Naht; im Gegensatz zur Schote der Brassicaceae. Diese hat zwei echte Nähte und eine Scheidewand, an der die Samen beidseitig befestigt sind. Die umgangssprachliche Bezeichnung "Erbsenschote" ist botanisch gesehen, also falsch.

Vegetative Merkmale: Viele Vertreter haben unpaarig oder paarig gefiederte oder gefingerte Blätter, oft auch mit Nebenblättern, die zu Dornen (Beispiel: Robinia pseudoacacia, Robinie) umgewandelt sein können. In manchen Fällen sind die Nebenblätter auch stark vergrößert, so dass sie gegenüber den Laubblättern in den Vordergrund treten (Beispiel: Lathyrus aphaca, Ranken-Platterbse). Die Blätter stehen in der Regel wechselständig am Spross.

Zugehörige Taxa: In der Datenbank sind zurzeit 2 Taxa, die dem Taxon Fabaceae zugeordnet sind:

Caesalpinioideae Faboideae

Zugehörige Arten: In der Datenbank sind zurzeit 125 Arten in [Familie] Fabaceae gelistet:

Anthyllis alpestris Anthyllis vulneraria Astragalus alpinus
Astragalus arenarius Astragalus australis Astragalus cicer
Astragalus danicus Astragalus exscapus Astragalus frigidus
Astragalus glycyphyllos Astragalus onobrychis Astragalus penduliflorus
Ceratonia siliqua Chamaecytisus ratisbonensis Chamaecytisus supinus
Colutea arborescens Coronilla coronata Coronilla vaginalis
Cytisus nigricans Cytisus scoparius Dorycnium germanicum
Dorycnium hirsutum Galega officinalis Genista anglica
Genista germanica Genista pilosa Genista sagittalis
Genista tinctoria Hedysarum hedysaroides Hippocrepis comosa
Hippocrepis emerus Laburnum anagyroides Lathyrus aphaca
Lathyrus bauhinii Lathyrus heterophyllus Lathyrus hirsutus
Lathyrus laevigatus Lathyrus latifolius Lathyrus linifolius
Lathyrus niger Lathyrus nissolia Lathyrus palustris
Lathyrus pannonicus Lathyrus pratensis Lathyrus sylvestris
Lathyrus tuberosus Lathyrus vernus Lotus corniculatus
Lotus herbaceus Lotus maritimus Lotus pedunculatus
Lotus tenuis Lupinus polyphyllus Medicago arabica
Medicago falcata Medicago lupulina Medicago minima
Medicago sativa Medicago varia Melilotus albus
Melilotus altissimus Melilotus dentatus Melilotus indicus
Melilotus officinalis Onobrychis arenaria Onobrychis montana
Onobrychis viciifolia Ononis arvensis Ononis natrix
Ononis repens Ononis rotundifolia Ononis spinosa
Ornithopus perpusillus Oxytropis campestris Oxytropis montana
Oxytropis pilosa Robinia pseudacacia Securigera varia
Trifolium alexandrinum Trifolium alpestre Trifolium alpinum
Trifolium arvense Trifolium aureum Trifolium badium
Trifolium campestre Trifolium dubium Trifolium fragiferum
Trifolium hybridum Trifolium incarnatum Trifolium medium
Trifolium micranthum Trifolium montanum Trifolium nivale
Trifolium ochroleucon Trifolium pallescens Trifolium pratense
Trifolium repens Trifolium resupinatum Trifolium retusum
Trifolium rubens Trifolium scabrum Trifolium spadiceum
Trifolium striatum Trifolium thalii Ulex europaeus
Vicia cassubica Vicia cracca Vicia dumetorum
Vicia faba Vicia grandiflora Vicia hirsuta
Vicia lathyroides Vicia lutea Vicia narbonensis
Vicia oroboides Vicia orobus Vicia pannonica
Vicia parviflora Vicia pisiformis Vicia sativa
Vicia sepium Vicia sylvatica Vicia tenuifolia
Vicia tetrasperma Vicia villosa