23.11.2020, René Rausch

Zeigerwerte für Tiere

Ich starte den Versuch, auch Tiere über ökologische Werte zu klassifizieren. Die Grundlage dieser Klassifizierung ist an die Ellenberg-Werte angelehnt, aber im Detail an die Merkmale von Tieren adaptiert. Das Konzept beruht auf der Beschreibung klimatischer Umweltfaktoren (L=Lebensraumtyp, T=Temperatur, K=Kontinentalität,W= Wasser), sowie den intra- (R=Reproduktionsstrategie, S=Sozialverhalten) und interspezifischen Wechselwirkungen (N=Nahrungsspektrum) als Ordinalzahlen, teilweise unter Zuhilfenahme von Zusatzkürzeln (z. B. der R-Wert: u=uniparental, b=biparental, a=alloparental, m=parasitoid).

26.10.2020, René Rausch

Ökologie-Seite

Da der Umfang und der Fokus der Seite mehr und mehr auf der Ökologie, und nicht mehr ausschließlich auf der Botanik liegt, wird die Seite nach und nach umgestaltet. Dabei werden die bestehenden Rubriken aufgelöst und die Inhalte konsistenter geordnet.

22.03.2020, René Rausch

Synökologie und Nahrungsnetz

Nach und nach werden auch Tiere und andere Organismen in das Spektrum des Webs mit aufgenommen, zunächst solche, die direkt mit den Pflanzen in Wechselwirkung (Prädatoren, Bestäuber, Samenverbreiter etc.) stehen (Primärkonsumenten). Danach werden dann auch Vertreter höherer trophischer Ebenen aufgenommen, um dadurch komplexe Nahrungsnetze darstellen zu können.

Taxa

Systematik und Taxonomie: Lamiaceae
Lippenblütler


Domäne Eukaryota Organismen mit echtem Zellkern
Diaphoretickes Eukarya mit Chloroplasten
Archaeoplastida Eukarya mit primär erworbenen Plastiden.
Chloroplastida Eukarya mit Chloroplasten (Cl A, Cl B)
Charophyta Grünalgen II
Streptophyta Armleuchteralgen und Pflanzen
Reich Embryophyta Pflanzen
Abteilung Tracheophyta Gefäßpflanzen
Euphyllophyta Pflanzen mit echten Blättern
Unterabteilung Spermatophytina Samenpflanzen
Klasse Magnoliopsida Bedecktsamer
Unterklasse Eudicotyledonidae Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige
Superasteriden Superasteriden
Asteriden Asteriden
Lamiiden Euasteriden I
Ordnung Lamiales Lippenblütlerartige
Familie Lamiaceae Lippenblütler

Generative Merkmale:

(variabel)

Klausen-Frucht
↓K(5)[C(2+3)A4]G(|2)

Doppelwickel-Thyrsus
Überwiegende
Blütenfarbe
Frucht- bzw.
Samenform
Blütenformel   Blütenstand

Typische Blattformen: Blattmerkmale, die allgemein für das Taxon gelten, wobei es durchaus einzelne Abweichungen geben kann:


Stängelblatt    
Blattstellung: kreuzgegenständig
Blattspreite: eiförmig-oval-lanzettlich
Blattrand: glattrandig-gekerbt-gezähnt

Assoziationen:
# wissenschaftl. Name deutscher Name Wirkung auf Lamiaceae:

1 Bombus terrestris Dunkle Erdhummel Bestäubung (durch Imago)
2 Bombus pratorum Wiesenhummel Bestäubung (durch Imago)
3 Galeruca tanaceti Rainfarn-Blattkäfer Prädation

Bitte beachten: Die Funktion zur Anzeige der ökologischen Assoziationen befindet sich derzeit im Aufbau. Deshalb sind diese entweder noch unvollständig, oder nicht in der beabsichtigten Präzision dargestellt: So kann es beispielsweise sein, dass anstelle einer Liste mit diskreten Arten nur Taxa angegeben sind, die in einem zweiten Schritt genauer spezifiziert werden müssen. Da diese Arbeit Zeit benötigt, wird um Verständnis für diesen Umstand gebeten.

Beschreibung: Die Lamiaceae (Lippenblütler) sind eine weltweit verbreitete Pflanzenfamilie. Sie findet sich in allen Klimazonen und Höhenstufen, ausgenommen in der Antarktis.

Es sind meist Kräuter, daneben sind aber auch Wuchsformen als Sträucher und Bäume bekannt.

Viele Vertreter bilden charakteristische ätherische Öle, die ihnen eine Nutzbarkeit als Gewürzpflanze verleihen (Gattungen Thymus, Origanum, Mentha, Lavendula, Rosmarinus, Melissa, Ocimum u. a.)

Die Familie gliedert sich zum jetzigen Zeitpunkt (Juli 2018) in sieben Unterfamilien:

  1. Symphorematoideae
  2. Viticoideae
  3. Ajugoideae
  4. Lamioideae
  5. Prostantheroideae
  6. Scutellarioideae
  7. Nepethoideae

Generative Merkmale: Blüte: Die 5 Kelchblätter sind stets miteinander verwachsen. Die 2-4 Staubblätter sind in die Kronblätter integriert, wobei auch die Kronblätter miteinander verwachsen sind. Zwei davon bilden die "Oberlippe", drei die "Unterlippe". Das oberständige Gynoeceum besteht aus zwei synkarp verwachsenen Fruchtblättern, die durch eine zusätzliche (falsche) Scheidewand in vier Kammern geteilt sind. Aus ihnen geht eine vierteilige Klausenfrucht hervor. Blütenstand ist meist ein Doppelwickel.

Die Grundform der Lippenblüte kann man an Vertretern der Gattungen Lamium sehen (hier: Lamium galebdolon, Goldnessel), wo drei der Kronblätter die Unterlippe, zwei die Oberlippe formen. Sowohl die (mit der Kronröhre verwachsenen) Antheren, als auch das Gynoeceum befindet sich unter der Oberlippe; dringt ein Blütenbesucher in die Blüte ein, so werden Pollenpakete auf dessen Rücken plaziert. Bei Glechoma hederacea (Gundermann, Gundelrebe) sind die oberen Kronblätter dagegen reduziert; nur die Unterlippe ist ausgebildet. Bei der Gattung Salvia (hier: Salvia pratensis, Wiesensalbei) ist die Oberlippe dagegen stark vergrößert. Zwei der vier Antheren sind zu einer Druckplatte umgewandelt worden, die über einen Hebelmechanismus die beiden übrigen, weit auseinandergerückten Antheren bei Kontakt auf den Rücken des Blütenbesuchers drücken. Auch der Griffel befindet sich unter der Oberlippe.

Abb. 1: Blüten

Die Klausenfrucht der Lamiaceaeen ist eine Zerfallfrucht. Sie entsteht aus dem Gynoeceum durch Einzug zweier falscher Scheidewände, wodurch vier Kammern gebildet werden, in denen jeweils ein Samen heranreift. Während die Kronblätter abfallen, verbleiben die fünf miteinander verwachsenen Kelchblätter erhalten und fassen die Klause ein.

Pro Fruchtblatt werden also zwei Samen gebildet. Nach der Fruchtreife zerfällt die Klause entlang ihrer Scheidewände, und die Samen werden frei.

Abb. 2: Klausenfrüchte.


Vegetative Merkmale: Viele Vertreter der Lamiaceaeen haben vierkantige Stängel, ausdauernde Rhizome und dekussierte (kreuzgegenständige) Blattanordnung am Stängel. Die Blätter sind meist einzeln, entweder gestielt oder (seltener) sitzend, die Blattränder der meisten Arten entweder glattrandig (Ajuga reptans), gekerbt (Glechoma hederacea) oder (doppelt) gesägt (Lamium spec.). Nebenblätter fehlen ihnen.

Zugehörige Taxa: In der Datenbank sind zurzeit 4 Taxa, die dem Taxon Lamiaceae zugeordnet sind:

Ajugoideae Lamioideae Nepetoideae
Scutellarioideae

Zugehörige Arten: In der Datenbank sind zurzeit 80 Arten in [Familie] Lamiaceae gelistet:

Acinos alpinus Acinos arvensis Ajuga chamaepitys
Ajuga genevensis Ajuga pyramidalis Ajuga reptans
Ballota nigra Betonica alopecuros Betonica officinalis
Calamintha nepeta Clinopodium menthifolium Clinopodium vulgare
Dracocephalum ruyschiana Galeobdolon flavidum Galeobdolon luteum
Galeobdolon montanum Galeopsis angustifolia Galeopsis bifida
Galeopsis ladanum Galeopsis pubescens Galeopsis segetum
Galeopsis speciosa Galeopsis tetrahit Glechoma hederacea
Horminum pyrenaicum Hyssopus officinalis Lamium album
Lamium amplexicaule Lamium hybridum Lamium maculatum
Lamium purpureum Lavandula angustifolia Leonurus cardiaca
Leonurus marrubiastrum Lycopus europaeus Lycopus exaltatus
Marrubium vulgare Melissa officinalis Melittis melissophyllum
Mentha aquatica Mentha arvensis Mentha longifolia
Mentha pulegium Mentha rotundifolia Mentha x piperita
Mentha x verticillata Mentha x villosonervata Nepeta cataria
Nepeta nuda Origanum vulgare Prunella grandiflora
Prunella laciniata Prunella vulgaris Rosmarinus officinalis
Salvia glutinosa Salvia nemorosa Salvia officinalis
Salvia pratensis Salvia verticillata Scutellaria galericulata
Scutellaria hastifolia Scutellaria minor Stachys alpina
Stachys annua Stachys arvensis Stachys germanica
Stachys palustris Stachys recta Stachys sylvatica
Teucrium botrys Teucrium chamaedrys Teucrium montanum
Teucrium scordium Teucrium scorodonia Thymus carniolicus
Thymus polytrichus Thymus praecox Thymus pulegioides
Thymus serpyllum Thymus vulgaris