22.03.2020, René Rausch

Synökologie und Nahrungsnetz

Nach und nach werden auch Tiere und andere Organismen in das Spektrum des Webs mit aufgenommen, zunächst solche, die direkt mit den Pflanzen in Wechselwirkung (Prädatoren, Bestäuber, Samenverbreiter etc.) stehen (Primärkonsumenten). Danach werden dann auch Vertreter höherer trophischer Ebenen aufgenommen, um dadurch komplexe Nahrungsnetze darstellen zu können.

29.01.2020, René Rausch

Pflanzensoziologie

Bald wird eine komplette Zuordnung aller aufgeführten Gefäßpflanzen (und manche Moose und Flechten) zu den ebenfalls bereits aufgenommenen Pflanzen-gesellschaften verfügbar sein. Zusammen mit den ebenfalls bereits angelegten Werkzeugen (Pflanzengesellschaft ermitteln, Artenaufnahmen etc.) ergibt sich dadurch eine komfortable Möglichkeit a) Artenaufnahmen zu verifizieren und b) Pflanzen gezielt suchen zu können.

31.08.2019, René Rausch

Gattungen, Tribus und Unterfamilien

Bisher wurden die Arten bis zur jeweiligen Familie zusammengefasst, was dem Anspruch der Seite allerdings nicht mehr genügt. Es werden daher nach und nach taxonomische Seiten für Unterfamilien und Gattungen erstellt und mit den Familien hierarchisch verknüpft. Die Seiten für die Gattungen wurden bereits erstellt, es fehlt jedoch deren korrekte Verknüpfung mit Unterfamilien.

Arten-Portraits von Pflanzen oder Flechten

Taxonomie und Systematik: Impatiens parviflora   Kleinblütiges Springkraut

Domäne Eukaryota Organismen mit echtem Zellkern
Diaphoretickes Eukarya mit Chloroplasten
Archaeoplastida Eukarya mit primär erworbenen Plastiden.
Chloroplastida Eukarya mit Chloroplasten (Cl A, Cl B)
Charophyta Grünalgen II
Streptophyta Armleuchteralgen und Pflanzen
Reich Embryophyta Pflanzen
Abteilung Tracheophyta Gefäßpflanzen
Euphyllophyta Pflanzen mit echten Blättern
Unterabteilung Spermatophytina Samenpflanzen
Klasse Magnoliopsida Bedecktsamer
Unterklasse Eudicotyledonidae Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige
Superasteriden Superasteriden
Asteriden Asteriden
Ordnung Ericales Heidekrautartige
Familie Balsaminaceae Balsaminengewächse
Gattung Impatiens Springkräuter

Pflanzensoziologie:
Die Art hat in 3 Pflanzen-Gesellschaften eine besondere Bedeutung:

OB [ORD] Carpinio-Fagetalia (Rotbuchen- und Hainbuchenwälder)
VC [VRB] Geo-Alliarion petiolatae (Nitrophile Waldsäume)
AB [ASS] Scrophulario nodosae-Galeopsietum speciosae (Saumgesellschaft der Knotigen Braunwurz und des Bunten Hohlzahns)

KC, OC, VC, AC = Klassen-, Ordnungs-, Verbands-, Assoziationscharakterarten (Kennarten).
KD, OD, VD, AD = Klassen-, Ordnungs-, Verbands-, Assoziationsdifferentialarten (Trennarten).
KB, OB, VB, AB = Klassen-, Ordnungs-, Verbands-, Assoziationsarten (Begleitarten).
Quellen:
[Schubert, Hilbig, Klotz] Bestimmungsbuch der Pflanzengesellschaften, Spektrum-Verlag, 2. Auflage 2010
[Pott] Die Pflanzengesellschaften Deutschlands, UTB, 2. Auflage 1995
[Rennwald] Verzeichnis der Pflanzengesellschaften Deutschlands mit Synonymen und Formationseinteilung, Bundesamt für Naturschutz, 2000
[Oberdorfer] Pflanzensoziologische Exkursionsflora, Ulmer, 8. Auflage 2001

Zeigerwerte nach Ellenberg:
Wert Zuordnung / Benennung Beschreibung / Kriterien
L4 Schatten- bis Halbschattenpflanze Selten im vollen Licht, meist aber an Standorten mit mehr als 10 % relativer Beleuchtung.
T6 Mäßigwärme- bis Wärmezeiger Montan bis kollin vorkommende Art. Verbreitungsschwerpunkt in Mitteleuropa.
K5 semikontinentale Art Mittlere Luftfeuchtigkeit, deutliche Temperaturschwankungen, mäß kalte Winter, mäßig heiße Sommer. Ausgesprochen mitteleuropäische Art.
F5 Frischezeiger Bevorzugt mittelfeuchte Standorte, fehlt sowohl an nassen, als auch an ganz trockenen Standorten.
Rx indifferent Die Pflanze ist gegenüber dem Boden-pH-Wert anspruchslos und unempfindlich.
N6 Mäßignährstoff- bis Nährstoffreichtumzeiger An mäßig n-reichen Standorten häufiger als an n-reichen, selten an n-armen Standorten.
S0 nicht salzertragend Kommt nur auf salzfreien Böden vor.

L = Lichtzahl  T = Temperaturzahl  K = Kontinentalitätszahl  F = Feuchtezahl  R = Reaktionszahl
N = Nährstoffzahl  S = Salzzahl  


Generative Merkmale:

(gelb)

Kapsel
↓K3C1+2+(2)A(5)G(5)

Pleiochasium
Überwiegende
Blütenfarbe
Frucht- bzw.
Samenform
Blütenformel   Blütenstand

Vegetative Merkmale:

Sommergrün
Nur in der Vegetationsperiode mit Blättern. Laubwurf im Herbst.

Therophyt
Kurzlebig, überdauert als Samen.

Stängelblatt    
Blattstellung: spiralig wechselständig
Blattstiel: kurz gestielt
Blattspreite: eiförmig-lanzettlich
Blattrand: gezähnt

Jahreslauf:
  Jan Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Vegetationszeit:                        
Blütezeit:                        
Fruchtreife:                        

Anmerkung: Die angegebenen Zeiträume können sowohl zeitlich (über die Jahre) als auch räumlich variieren.

Status, Gefährdung und Schutz (Situation Deutschland):
Florist. Status: Neophyt
 
Rote Liste '18: D - Datenlage mangelhaft. Rote Liste '98: Nicht gefährdet.
BArtSchuV, Anl. 1: Nicht besonders geschützt.
FFH-Richtlinie: Kein Eintrag.

Hinweis zur Angabe des Schutzstatus: Die Angaben beziehen sich auf die Situation in Deutschland, die Rote-Liste-Angabe bezieht sich immer auf die Bundesebene. Die einzelnen Bundesländer können davon abweichende Einträge aufweisen, die im Bedarfsfall zurate gezogen werden müssen. Alle Angaben sind rein informeller Natur und ohne Gewähr! Es kann keine Rechtsverbindlichkeit daraus hergeleitet werden. Der genaue - aktuelle - naturrechtliche Status muss daher immer anhand rechtsgültiger Literatur (NatSchR, BArtSchuV, FFH-Richtlinie etc.) abgeklärt werden. Unabhängig vom gesetzlichen Schutzstatus wird empfohlen, alle Arten der Roten Liste so zu behandeln, als seien sie besonders geschützt!

Bemerkungen: Die Art stammt aus Zentralasien, wo sie etwa zwischen Altaigebirge (Norden) und Hindukush (Süden) in temperaten Gebieten vorkommt.

Die Art ist nicht als invasiv zu betrachten, da sie - trotz auffallender Massenbestände - keine heimischen Arten verdrängt. Anscheinend besetzt sie eine, bereits seit langem bestehende, aber nicht genutzte ökologische Nische, mit der heimische Pflanzen bisher nicht zurecht gekommen sind (schattige Plätze mit hoher Laubstreuauflage in Laub-Mischwäldern).

Abbildungen:
Abbildung 1: Blüte in der Frontal- und Seitenansicht.


Abbildung 2: Habitus mit Blüten und Blättern.


Abbildung 3: Blatt, Ober. und Unterseite.


Abbildung 4: Fruchtkapsel geschlossen (li) und offen (re).


Abbildung 5: Variante mit weißen Kronblättern (Pfälzer Wald bei Lambrecht).


Abbildung 6: Habitus einer blühenden Pflanze mit albinotischen Kronblättern.


Bildquellen:
Abbildungen 1, 2, 3, 4, 5, 6: By René Rausch. Dieses Werk ist lizenziert unter CC BY-NC-SA 4.0.